Biologie
Die Biologie ist eine Naturwissenschaft. Sie behandelt die
belebte Natur, genauer kann man die belebte Natur in Tierkunde
(Zoologie), Pflanzenkunde (Botanik), Menschenkunde (Anthropologie)
und die Lehre von Einzellern einteilen. Zudem untersucht sie das
Verhalten, die Eigenart und die Struktur von Lebewesen, ihre
Beziehung zueinander, sowie die Beziehung dieser Lebewesen zur
Umwelt.
Weiterhin gilt die Biologie als dritte Naturwissenschaft, da sie
auf der ersten (Physik) und zweiten (Chemie) Naturwissenschaft
basiert. Außerdem wird sie als deskriptive Wissenschaft bezeichnet,
weil sie im Unterschied zu den exakten Wissenschaften (z.B. Physik,
Chemie) steht, die sich voll und ganz der Mathematik bedienen.
Jedoch wird vermehrt versucht biologische Phänomene anhand der exakten Wissenschaften zu erklären. Es gibt folglich immer mehr fließende Übergänge zu anderen Wissenschaftsbereichen, wie z.B. Medizin oder Psychologie.
Darüber hinaus wird die allgemeine Biologie in viele
Teilwissenschaften aufgeteilt, um den Zugang zu den verschiedenen
biologischen Phänomenen zu vereinfachen. Vielfach untersuchen diese
Teilwissenschaften die individuellen Eigenschaften eines
Lebewesens.
Zudem muss man über die wichtigsten Fachgebiete der Biologie
informiert sein. Die dazugehörenden Untersuchungsebenen der
Biologie sind sehr breit angelegt. Sie reichen von der
Molekularbiologie bis zur Ökologie.
In der Botanik wird die Pflanzenwelt im Detail untersucht,
während die Zoologie die Tierwelt behandelt.
Das Gebiet der Molekularbiologie wird genutzt, um mit Molekülen in
deren lebenden Umwelt zu arbeiten. In der Biologie sind die Stoffe
Nukleinsäuren, Proteine, Kohlenhydrate und Lipide äußerst
bedeutend.
Nachfolgend ist ein weiteres Fachgebiet die Zytologie, die Gestalt,
Aufbau, Struktur und Lebenserscheinungen der Zelle prüft.
Die Ökologie setzt sich mit den Wechselbeziehungen der Lebewesen
untereinander und zu ihrer Umwelt (biotische und abiotische
Faktoren) auseinander.
Die Evolutionslehre basiert heute weitgehend auf den Grundgedanken
Darwins. Weitläufig ist die Synthetische Theorie am angesehensten.
Diese wird ständig durch Erkenntnisse aus anderen Teilgebieten
ergänzt und gründet auf der Feststellung, dass nicht das Individuum
im Zentrum der Überlegungen steht, sondern der Genpool.
Außerdem ist die Physiologie ein wichtiges Fachgebiet, das sich
mit der Zusammenwirkung von Zellen, Gewebe und Organen im
Organismus befasst.
Abschließend muss man noch die Verhaltensbiologie (Erforschung des
Verhaltens von Tier und Mensch) und die Entwicklungsbiologie
hervorheben, die durch die Phylogenese (Entwicklung/ Veränderung
eines Organismus durch Evolution) und die Ontogenese
(Individualentwicklung eines Lebewesens) charakterisiert wird.
