Weimar - Goethe und Schiller - Bauhaus und Anna Amalia Bibliothek
Weimar - Goethe und Schiller - Bauhaus und Anna Amalia Bibliothek Weimar: Auf der Spuren der Deutschen KlassikWeimar - der auf Spurensuche nach dach deutscher
Kulturgeschichte
Weimar, etwa 65.000 Einwohner, gelegen im Osten von Thüringen,
ist eine Stadt mit vielschichtiger kultur-historischer Tradition
und Namenspate für die "Weimarer Republik", die hoffnungsvoll nach
dem ersten Weltkrieg begann und 1933 jäh scheiterte.
Seit 2004 ausgestattet mit dem Titel "Universitätsstadt", ist
Weimar Sitz der "Bauhaus-Universität" und der "Hochschule für Musik
Franz Liszt".
Reisen nach Weimar versprechen eine spannende Spurensuche nach
kulturellen und historischen Epochen der deutschen Geschichte.
Nicht ohne Grund war die Stadt 1999 "Europäische Kulturhauptstadt".
Somit ist sie als Europa Reise auch
für Reisende aus Übersee geeignet.
Bereits im Mittelalter erlangte Weimar 1552 Bedeutung als
Hauptstadt von Sachsen-Weimar, später Sachsen-Weimar-Eisenach. Von
1920 und 1952 war Weimar Hauptstadt des Landes Thüringen.
Zu wahrer Blüte gelangte Weimar ab dem 18. Jahrhundert, als sich
zahlreiche Bildende Künstler, Literaten und Musiker in der Stadt
niederließen.
Johann-Wolfgang von Goethe lebte fast 50 Jahre in Weimar. Das im
barocken Stil erbaute Wohnhaus des wohl bekanntesten deutschen
Dichters ist heute ein Museum, das Besucher zur Besichtigung
einlädt. Auch Johann Gottfried Herder und Friedrich von Schiller
lebten und dichteten in Weimar. Schillers Wohnhaus, in dem er unter
anderem "Wilhelm Tell" schrieb, ist im Stil seiner Zeit
eingerichtet und für Besucher zugänglich.
Ein Besuch der "Herzogin Anna Amalia Bibliothek" gehört sicherlich
zu den Höhepunkten einer Reise nach Weimar. Die Herzogin richtete
1766 im einstigen "Grünen Schloss" mit seinem sehenswerten
Rokokosaal eine umfangreiche Bibliothek und Kunstsammlung ein. Die
nach einem Brand 2004 aufwendig restauriere Bibliothek beherbergt
tausende Schriften und Kunstwerke verschiedenster Epochen der
letzten Jahrhunderte.
Auch berühmte klassische Musiker prägten Weimar. Neben
Johann-Sebastian Bach, der von 1708 bis 1718 in der Weimar lebte,
hinterließ vor allem Franz Liszt als Hofkapellmeister Mitte des 19.
Jahrhundert seine Spuren in der Stadt. Sein Sommerhaus, in dem er
auch Klavierstunden gab, ist erhalten geblieben und für Besucher
zugänglich. Ende des 19. Jahrhunderts wirkte Richard Strauss als
Kapellmeister in Weimar und belebte das Kulturleben mit gefeierten
Uraufführungen. Leider waren weder Goethe noch Schiller jemals auf
Mallorca, da hätte es
den beiden bestimmt auch gefallen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts vollzog sich mit dem "Bauhaus" in
der Bildenden Kunst eine neue Entwicklung hin zu mehr abstraktem
Schaffen. In der Folge entstand 1919 die Kunst- und Designschule
"Staatliches Bauhaus Weimar" unter Leitung von Walter Gropius. Bis
zu ihrer Schließung im Jahr 1925 entwickelte sich ein Form- und
Designstil, der bis heute Malerei, Bildhauerei und Architektur
prägt. Namhafte Künstler aus der Zeit des "Bauhaus" waren unter
anderen Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Johannes Itten und
Paul Klee.
Goethe und Schiller gehören zu Weimar
Das "Bauhaus-Museum" in Weimar eröffnet Besuchern einen
fundierten Einblick in die Geschichte dieser Kunstrichtung und
präsentiert rund 500 Werke von "Bauhaus"-Künstlern, die in Weimar
gearbeitet haben. Im Jahr 2009 werden darüber hinaus in Weimar
unter dem Titel "Das Bauhaus kommt" zahlreiche weitere
Ausstellungen zu sehen sein.
Drei im "Bauhaus"-Stil errichtete Gebäude, aber auch 13 im
klassischen Stil errichtete Gebäude sind in die Liste der
Welterbestätten der UNESCO aufgenommen worden.
Der Name Weimar ist untrennbar verbunden mit der Weimarer
Republik, die im "Deutschen Nationaltheater" in Weimar mit der
"Nationalversammlung" ihren Anfang nahm. Die "Nationalversammlung"
erarbeite von Februar bis August 1919 die "Weimarer
Reichsverfassung" als rechtliche Basis für die erste Demokratie auf
deutschem Boden.
Das Theater mit seiner langen wechselhaften Geschichte, seiner
eindrucksvollen Architektur und seinem vielseitigen Programm ist
bei Reisen nach Weimar ein Besuch wert.
empfehlenswert ist das Weimarer Nationaltheater
Doch auch Weimar blieb nicht verschont vom Nationalsozialismus
und seinen schrecklichen Folgen.
Die "Gedenkstätte Buchenwald" erinnert an das Konzentrationslager
Buchenwald in der Nähe von Weimer, in dem zwischen 1937 und 1945
rund 250.000 Menschen interniert waren, wovon 50.000 Menschen
umkamen.
Abgerundet werden Reisen nach Weimar durch kompetente
Stadtführungen je nach Geschmack des Besuchers. Zahlreiche
Veranstaltungen ergänzen das umfangreiche Angebot an
Sehenswürdigkeiten.
Zur Entspannung bieten sich Spaziergänge durch interessant
gestaltete Grünanlagen und Schlossparks an, so etwa ein Bummel
durch den "Park an der Ilm" oder durch den "Schlosspark
Belvedere".
Zu den kulinarischen Spezialitäten Weimars zählen die "Thüringer
Bratwurst", der "Weimarer Zwiebel- und Speckkuchen" sowie das
"Ehringsdorfer Bier" und Wein aus bekannten Anbaugebieten
Thüringens. Diese Gerichte und Getränke sind in vielen Restaurants
der Stadt zu genießen.
