In Weimar steht Goethes Wohnhaus
In Weimar steht Goethes Wohnhaus Weimar: Auf der Spuren der Deutschen KlassikDie Bleibe Goethes in Weimar
Johann Wolfgang von Goethe, einer der größten Dichter und Denker
Deutschland und der ganzen Welt, war auch schon zu Lebzeiten eine
herausragende und bedeutende Persönlichkeit. Zusätzlich zu seinen
wissenschaftlichen Beschäftigungen als Dramatiker, Staatsmann,
Kunsttheoretiker und Naturwissenschaftler ist er auch neben
Schiller, Herder und Wieland ein Kurator der Weimarer Klassik,
welche von 1794 bis 1805 dauerte. Des Weiteren verfasste er
naturwissenschaftliche Aufzeichnungen, Dramen und Gedichte.
Er wurde am 28. August 1749 in Frankfort am Main als Sohn des
wohlhabenden Jurist Johann Caspar Goethe und der Catharina
Elisabeth Goethe. Am 22. März 1832 verstarb er dann im Alter von 83
Jahren. Und auch in seiner Wahlstadt Weimar steht das berühmt
berüchtigte Wohnhaus von Johann Wolfgang von Goethe.
Anfangs bewohnte er sein Wohnhaus, welches 1709 erbaut wurde,
von 1782 bis 1789 nur als Mieter. Später vermachte ihm im Jahre
1794 das Haus. Und so lebte er bis zu einem Versterben 1832 in Ruhe
und Frieden in seinem Haus.
Auch heute noch kann Goethes Wohnhaus in Weimar besucht und
bestaunt werden. Alles ist originalgetreu, so wie Goethe sein Haus
verlassen hat, geblieben. Neben das von Goethe selbst eingerichtete
Haus, seiner selbstbestimmen Farbgebung, wurde auch seine
Mobiliarausstattung beibehalten. Das Besichtigen des Wohnhauses ist
für jedermann ein einmaliges Erlebnis für Groß und Klein.
Goethe legte in seinem Haus auch selbst Hand an und veränderte den
Grundbauplan. Beispielsweise ließ er eine Verbindung zwischen
Hinter- und Vorderhaus durch einen weiteren Raum errichten.
Weiterhin wurden im Haus Unmengen von wissenschaftlichen und künstlerischen Werken aufbewahrt. Neben 2000 Zeichnungen von ihm, 18000 Steinen, Mineralien und Kristallen, 5000 wissenschaftlichen Aufzeichnungen und eine Bibliothek, welche 6000 Bücher beherbergt.
Auch seine Arbeitsräume, da, wo er die wichtigsten Werke und
Arbeiten schrieb, können besucht werden. Zudem sind auch Schlaf-
und Wohnzimmer, natürlich auch Lieblingschaukelstuhl oder -plätze
im Haus besichtigen. Auch heute noch scheint Goethes Geist das Haus
in einem magischen Ambiente zu verhüllen.
Zum Wohnhaus Goethes gehören aber auch ein kleiner, von Wänden
begrenzten Garten und Pavillons. Auch seine Reisekutsche steht
fahrbereit vor dem Haus.
Doch so berühmt das Wohnhaus auch ist, so lang ist auch seine
Geschichte.
Nach dem Bau 1709 wurde das Haus nur vermietet. Das Haus wurde von
Generation zu Generation vererbt, Eigentümer waren beispielsweise
der Weimarsche Konsistorialrat Gotthilf Friedrich Helmershausen und
seine Nachfahren.
Goethe und Schiller gehören zu Weimar
1782 mietete Goethe anfangs nur eine Hälfte des Hauses, dieser
beinhaltete weite Teile des Erdgeschosses, das Juno- und
Urbino-Zimmer und den Gelben Saal. Nach einer 3 jährigen Reise von
1786 bis 1788 nach Italien, wohnte er nur noch ein Jahr in diesen
Teilen des Hauses. Denn später, von 1789 bis 1792 mietete er ein
Jagdhaus, um dort mit seiner Geliebten Christiane Vulpius, welche
Rechtswissenschaften studiert und Goethe in einem Park kennen
lernte, zusammen zu leben. Erst 1806 fand die Heirat statt.
Nach 1792 erhielt Goethe das Wohnhaus als eine Dienstwohnung
nachdem Erlass des Herzogs Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach.
So lebte er mit seiner Geliebte wieder im Haus.
Von 1972 bis 1795 ließ Goethe zum Teil auf Kosten des Herzogs
das Haus umbauen. Da er die italienische Baukunst für sehr gut
befand, ließ er auch das Gelbe Zimmer nach italienischer Klassik
umbauen.
1794 schenkte ihm Carl August das Haus, aber erst 1801 wurde dies
schriftlich verfasst, sodass die Übereignung erst am 12. Januar
1807 stattfand.
Tod seines letzten Enkels, Walther von Goethe
Später erbte seine Schwiegertochter Otille, neben ihren drei
Kindern, das Wohnhaus. Des Weiteren bewohnten sie auch das Haus.
Viele Räume nutzt Otille jedoch nicht, sodass sie 1885 schließlich
verschlossen wurden.
Erst nach dem Tod seines letzten Enkels, Walther von Goethe, im
Jahre 1885 wurden dem noch früheren Staat Weimar das Haus und seine
Bibliothek, wissenschaftlichen Werken und Sammlung
zugeschrieben.
3 Monate später, am 3. Juli 1886 durften die ersten Besucher die
städtische Attraktion, auch wenn anfangs nur das Vorderhaus,
besichtigen. Später wurden Arbeits- und Wohnzimmer als eine Art
Ausstellung oder Museum vorgestellt.
Doch leider wurden im Zweiten Weltkrieg einige Räume stark
beschädigt, auch einige Werke und Sammlungsstücke gänzlich
zerstört. Zwar wurden während des Krieges schon Vorsichtsmaße, wie
das sichere Lagern des Mobiliars veranlasst, dennoch machten die
Bomben kein Halt vor dem Haus des größten Denkers.
Heutzutage gehört sowohl das ganze Haus als auch das benachbarte
Wohnhaus das Goethe Nationalmuseum.
