Die Mikrosystemtechnik
In der Entwicklung, beschäftigt sich ein Teilbereich der Mikrotechnik, mit der Herstellung, von komplexem System, wie zum Beispiel mikromechanische oder mikrooptische Bauelemente mit mikroelektronischen Schaltungen.
Es werden für die Herstellung komplexer Mikrosysteme Verfahren
entwickelt, wo Sensoren, Aktoren und die Datenverarbeitung mit
einander agieren.
Dazu zählen unteranderem die Mikromechanik, die Mikrooptik (Aktoren
und Sensoren) und die Mikrofluidik, sowie die Mikroelektronik
(elektronische Schnittstellen).
Die Integration in ein System erfolgt über monolithische in
Halbleitermaterialien wie z.B. Silizium oder Gallium-Arsenid. Die
Verfahren, die dabei zur Herstellung genutzt werden, sind sehr
vielfältig.
Neben den typischen Dünnschichttechniken, werden auch
Abformtechniken wie z.B. Liga genutzt.
Auch die Ätztechnik zählt bei der Herstellung von Mikrosystemen
dazu.
Es werden fast alle Arten von Werkstoffen verwendet, die man nutzen
kann.
Darunter zählen Arten wie Metalle, Keramik, Sol-Gel-Materialien,
Kunststoffe und noch vieles mehr.
In einer Vielzahl, von bereits typischen Anwendungen, sind
Sensoren und Aktoren in der Medizintechnik, in der Verkehrstechnik
und in der Elektrotechnik zu finden.
In der Elektrotechnik versucht man, dank der Mikrosystemtechnik,
neue und innovativere Energieversorgungssysteme zu entwickeln und
versucht somit bei beispielsweise Mobil Geräten wie Handys, immer
kleinere und leistungsfähigere Akkumulatoren ein zubauen.
Es gibt natürlich noch viele weitere Anwendungsbereiche der
Mikrosystemtechnik, wie unter anderem aus Bereichen der Informatik,
der Biotechnologie und natürlich der Nanotechnologie.
Die Abmessungen der hier entwickelten funktionsbestimmten
Strukturen liegen hierbei im Mikrometerbereich, was auch als
Abgrenzung der Nanotechnologie bezeichnet wird.
Ein wichtiger Schlüssel in der Nanotechnologie ist hierbei die
Mikrosystemtechnik.
Ohne die Mikrosystemtechnik währen die meisten Entwicklungen in
der Nanotechnik einfach nicht nutzbar.
In mikrostrukturierten Apparaten, laufen im Randbereich der
Mikrosystemtechnik verfahren, die sich entweder mit physikalischen
und/oder chemischen Prozessen beschäftigt.
Es gibt in der englischen Literatur keine einheitliche Definition
für den Begriff Mikrosystemtechnik.
In Europa wird meist die Bezeichnung Micro Systems Technology
genutzt, während man sich in den USA hingegen weniger auf
Mikrosysteme selbst bezieht, sondern mehr die dahinterliegenden
Techniken bezeichnet.
So werden die Begriffe Micro-Electro-Mechanical Systems und
Micro-Opto-Mechanical Systems genutzt.
In den meisten Wissenschaftlichen Einrichtungender USA, werden
jedoch nur noch die Abkürzungen MEMS für Micro-Electro-Mechanical
Systems oder MOEMS für Micro-Opto-Mechanical Systems genutzt. In
Japan sind die Begriffe ganz ähnlich.
Jedoch sagt man hier statt Micromechanik, einfach
Micromachines.
