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Wissenswertes über Reis

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Reis gilt ist vielen Ländern der Welt als Grundnahrungsmittel. In etwa 3 Milliarden Menschen, also die Hälfte der Weltbevölkerung, ernähren sich tag täglich von Reis. Vor allem in den ärmeren Gegenden der Erde, wie in Südostasien wird hauptsächlich Reis in verschiedenen Varianten verspeist.

Der Ursprung von Reis

Reis ist eine der ältestes Kulturpflanzen  die ihren Ursprung in Südostasien hat. Bereits 7000 Jahre v. Chr. wurde die ersten Reispflanzen in China angebaut. Auch heute noch liegen die größten Anbaugebieten in Indien, China und weiteren Teilen Südostasien, wie in Indonesien oder Thailand. Erst viele Jahre später kam der Reis nach Europa. Ab dem 10. Jahrhundert wurde er in Spanien eingeführt. Seit dem 15. Jahrhundert wird er in Norditalien kultiviert, welches als größte Anbaufläche Europas gilt. Später im 17. Jahrhundert wurde man auch in den USA auf Reis aufmerksam.

Der Anbau von Reis

Reis benötigt zum wachsen nasse Anbauflächen sowie Wärme und feuchte Klimabedingungen. Die meisten Sorten wachsen in sumpfigen Boden, aber es gibt auch Reissorten die als Trockenreis angebaut werden. In Asien wachsen die Reispflanzen auf den typischen Reisterrassen, das sind Felder die durch Regen oder Flusswasser unter Wasser gesetzt werden. Erst kurz vor der Ernte lässt man das Wasser ablaufen.

Beim Trockenreisanbau wird ebenso eine hohe Luftfeuchte benötigt. Außerdem kann dieser in Gegenden erfolgen in denen kein Nassanbau möglich ist. Trockenreis besitzt ein intensiveres Aroma, ist aber aufgrund des erschwerten Anbaus teurer im Einkauf.

Die Reis-Ernte

Reis benötigt je nach Sorte etwa zwischen drei und acht Monate bis zur Ernte. Die Reispflanze wächst bis zu 1,20m hoch und trägt später mehrere Halme. Ein einzelner Halm trägt etwa 10 bis 20 Rispen, die jeweils bis zu 200 Reiskörner enthalten. Bei der Ernte unterscheidet man zwischen der manuellen sowie der maschinellen Methode.

Die manuelle Reisernte gilt als sehr aufwändig und wird oft von Familienmitglieder sowie deren Freunde durchgeführt. Dabei wird Halm für Halm von Hand geerntet. Mit Hilfe einer Sichel grast man das ganze Reisfeld ab.

Die maschinelle Reisernte geht bedeutend schneller und wird mit speziell dafür angefertigten Mähmaschinen durchgeführt. In Europa ist die Reisernte fast überall automatisiert. Tonnenweise wird gedroschener Reis in Lastwagen weggekarrt um ihn anschließend weiterzuverarbeiten.

Verwendung von Reis

Reis gilt, wie bereits zu Beginn erwähnt, als Hauptnahrungsmittel in vielen Ländern. Doch neben Reis als herkömmliches Nahrungsmittel wird daraus ebenso Reiswein, Reisschnaps, Reismilch, Reisessig oder Reisbier produziert.

Reis hat einen hohen Anteil an Kohlenhydraten und übertrifft damit sogar andere Nahrungsmittel wie Kartoffeln oder Mais. Allerdings erhält er nur einen geringen Anteil an Fett und Eiweiß. Reis gilt als sehr gesundes und vor allem sättigendes Nahrungsmittel da er viele Ballaststoffe enthält. Ebenso fördert er die Verdauung und soll das Darmkrebsrisiko senken.

Um Reis zu garen gibt es mehrere Kochmethoden. Bestenfalls besitzt man dafür einen Reiskocher mit dem das Quellen vollautomatisch von Hand geht. Man spart dabei nicht nur Zeit sondern erreicht auch den optimalen Garpunkt.

Mehr als 100.000 Reissorten

Weltweit soll es weit mehr als 100.000 verschiedene Reissorten geben. Hierzulande sind vor allem Natur-Reis, Weiß-Reis, Basmati Reis, sowie Wildreis bekannt. Basmati Reis zählt zu den Langkornreisarten und schmeckt er süßlich. Seine Heimat liegt in den Vorgebirgen des Himalaya. Risotto Reis spielt vor allem in der italienischen Küche eine besondere Rolle. Jasmin-Reis besitzt einen leicht blumigen Duft und wird vor allem für asiatische Gerichte verwendet. Milch-Reis ist besonders bei Kindern beliebt. Der Reis gibt beim Garen viel Stärke ab und eignet sich damit für Süßspeisen.